Rohstoff Geschichte

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Erdöl und Erdgas in privaten Archiven


Der globale Rohstoff Öl hat auch eine österreichische Geschichte. Gemeinsam mit ZeitzeugInnen erforscht das Projekt die wechselhafte Geschichte fossiler Bodenschätze im Wiener Becken. Entlang historischer, bislang privat gesammelter Fotografien wird Technik- bis Alltagsgeschichte über Generationen hinweg greifbar. Eine digitale Datenbank macht privates und lokales Wissen für eine breite Öffentlichkeit verfügbar: Speicher und Werkzeug partizipativer Forschung und Narration. Es entsteht ein einzigartiges, gemeinschaftlich erzeugtes Dokument der Industrie- und Kulturgeschichte des Weinviertels und weit darüberhinaus.

Erste Erzählstränge und einen Einblick in das bislang gesammelte Material bietet unsere Projekthomepage:  http://www.rohstoff-geschichte.at

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Aktuell: Eine GESCHICHTSWERKSTATT am 2.10.2014 in PROTTES

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Sie besitzen Fotografien, Dokumente, Filme oder Gegenstände aus Ihrer Zeit in der Erdölwirtschaft?

Sie könnten uns dabei helfen, Ort und Zeitpunkt historischer Fotografien genauer zu bestimmen?

Sie kennen weitere Zeitzeugen, Kenner und Sammler der Rohstoffgeschichte im Wiener Becken?

Beteiligen Sie sich an der Geschichtswerkstatt! Nehmen Sie Kontakt zu uns auf! Wir interessieren uns für Ihre Geschichte!

 

ROHSTOFF GESCHICHTE

Projektleitung: Benjamin Steininger

Telefon: 0676 5982233

post@rohstoff-geschichte.at

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Das Wiener Becken ist seit 100 Jahren eine der interessantesten und wichtigsten Erdöl- und Erdgasregionen Europas. Marksteine der österreichischen Zeitgeschichte sind ohne diesen Rohstoff nicht zu denken; so der Einmarsch der deutschen Wehrmacht 1938, der Staatsvertrag 1955 und das Wirtschaftswunder der Zweiten Republik.

Erstaunlicherweise ist die Kulturgeschichte diese heimischen Bodenschätze in der breiten Öffenlichkeit, aber auch in den Fachkreisen der Technik- und Wissenschaftsgeschichte kaum bekannt. Selbst in den historischen Förderorten verblasst die Erinnerung.

Im Laufe eines partizipativen Prozesses soll jetzt gemeinsam mit ZeitzeugInnen die Kulturgeschichte der fossilen Rohstoffe im Wiener Becken erforscht werden. Ausgehend von einer Serie von Geschichtswerkstätten wird eine offene, digitale Datenbank zur Dokumentation, Narration und innovativen Präsentation von Erinnerungsstücken an Erdöl und Erdgas in Österreich aufgebaut.

Zentral sind dabei zwei Medien: Entlang historischer Fotografien wird Geschichte über Generationen hinweg greifbar, die Datenbank wird zum Speicher und Werkzeug partizipativer Forschung und Präsentation: Depot, Schausammlung, Archiv und tool zur Vernetzung in einem. Es entsteht ein gemeinschaftlich erzeugtes, einzigartiges Dokument der Industrie- und Kulturgeschichte Österreichs.

Eines der global bedeutendsten Themen der Gegenwart und näheren Zukunft, die energetische Grundlage für Wohlstand und Wachstum, wird aus lokaler, kulturhistorischer Perspektive völlig neu beleuchtet.

 

Team:

Projektleiter:

Benjamin Steininger

Studium der Kulturwissenschaft und Philosophie in Berlin. Magisterarbeit zur Technikgeschichte der Reichsautobahn. Dissertation zum Thema "Katalysator - Ein Schlüsselprinzip des 20. Jahrhunderts". Forschungsschwerpunkte: Kulturgeschichte der Beschleunigung,  der fossilen Rohstoffe, Industrietheorie. Stipendien und Forschungsaufenthalte: am Forschungsinstitut für Wissenschafts-und Technikgeschichte des Deutschen Museums München (2006), Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin (2006/2007), IK "Sciences in Historic Context" an derUniversität Wien (2007-2009), Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) Wien (2009/2010), Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) Berlin (2010/2011). Mitarbeit an der Ausstellung "Sex! Pol! Energy!  Leben und Werk Wilhelm Reichs" am Jüdischen Museum Wien 2007, Mitarbeit bei der Konzeption eines neuen Österreichischen Erdölmuseums in Neusiedl/Zaya (2008/2009), Gründung der Workshopserie "TRAFIK - Wiener Arbeitsgespräche zur Kulturwissenschaft" (zusammen mit Christina Wessely, Karin Harrasser, Thomas Brandstetter, Dokumentation unter www.trafik.or.at)

Projektmitarbeit:

Mag.a Birgit Johler, Volkskundlerin, Ausstellungsmacherin, u.a. Jüdisches Museum Wien, Sigmund Freud Museum Wien, Uni Wien, seit 2008 Kuratorin am Österreichischen Museum für Volkskunde Wien, Redakteurin der Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde, seit 2010 FWF-Projekt zur Geschichte des Österreichischen Museums für Volkskunde in den Jahren 1930–1950. 
Aktuelle Forschungsschwerpunkte: Sammlungs- und Museumsgeschichte, Fachgeschichte, Nationalsozialismus, Austrofaschismus.

Mag. Andreas Vormaier, Geowissenschaftler, Ausstellungsmacher. Schwerpunkte: Energie- und Technikgeschichte, seit 1998 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Technischen Museum Wien, 2002-2012 Leitung des Bereichs „Energie und Bergbau“

DI Alexander Kubik, Architekt, Fotograf. Schwerpunkt: Ausstellungsarchitektur und -Gestaltung, u.a. Jüdisches Museum Wien, Österreichisches Museum für Volkskunde Wien, Wien Museum

Mag. Martin Gasteiner, Historiker, Medientheoretiker, Programmierer, Universitätsdozent. Umfangreiche Tätigkeiten auf dem Gebiet der digital humanities

 

Gefördert durch:

Land Niederösterreich (Wissenschaft/Forschung)

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

OMV, RAG ROHÖL-AUFSUCHUNGSGESELLSCHAFT, MA 7 Wien Kultur